Der Königspython

Vorwort:

Der Königspython zählt seit Jahren zu den begehrtesten und interessantesten Riesenschlangen, die in Terrarien gehalten werden. Dies ist auf seine relativ geringe Körpergröße(kleinste Riesenschlange der Pythongattung), seine hohe Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren, sein sanftmütiges Wesen und sein sehr interessantes Verhaltenmuster zurück zuführen. Für ihn gilt, wie wohl für alle Schlangen entweder man mag sie oder nicht. Obwohl seine Art sicherlich einer der schönsten aller Python-Gattungen ist.Trotzdem wird es immer Menschen geben die ihn nicht mögen! Ich habe das auch schon bei meiner Familie gemerkt. Als ich ihnen sagte das ich mir einen Königspython anschaffen will, sagten sie nur wie kannst du nur! Bei vielen Leuten sind Schlangen halt nur gefährliche Killer,die alles um sich töten! Das ist natürlich völliger Quatsch, in der Natur hat jeder Tod eines Tieres einen Sinn und kein Tier stirbt so um sonst! Mein Vater zum Beispiel ist Jäger, er sorgt dafür das die Wildbestände in der Natur keinen überdimensionale Größe annimmt! So ist das auch beim Königspython in Afrika, er sorgt dort dafür das die Nagerbestände keine überdimensionale Größe annimmt! Als ich es ihnen dann an den Beispielen erklärt habe und sie den Königspython beobachteten, haben sie ihre Meinung geändert und haben ihn sogar angefasst. Also ist es doch nicht hoffnungslos, Schlangenhasser zu überzeugen. Ich finde man sollte vor Schlangen,wie auch vor allen Tieren keine Angst sondern Respekt haben.

Der Name:

Der deutsche Name Königspython ist die Übersetzung des wissenschaftlichen Artnamens Python regius. Wobei der erste Name die Gattung bezeichnet. Also Python und der zweite regius den Artnamen. Der Ballpython ist auf seine typische Abwehrhaltung zurück zuführen. Wobei er sich einkugelt und so zwischen seinen Körperschlingen seinen Kopf schützt.

 

Hier seht ihr meinen Königspython in der arttypischen Ballhaltung.

Verbreitungsgebiet und Lebensweise

Der Python regius ist über weite Teile Westafrikas, über einige Teile Zentralafrikas bis in den Süden des Sudan verbreitet. Das erstaunliche ist, das er anscheinend Tropenwälder meidet und eher Übergänge zwischen trockenen Savannen zu etwas feuchten Wäldern und Buschlandschaften bevorzugt. Er lebt dort bevorzugt in Termitenhügeln, weil dort die Luftfeuchtigkeit und die Wärme stehst konstant ist und der Hügel buschbranntsicher ist. In der Dämmerung verlassen die Königspythons dann ihre sicheren Verstecke und gehen auf Jagt. Am häufigsten trifft man den Python regius in Ghana, Benin und Togo. Ich habe die drei Hauptvorkommen des Königspython auf der Karte unten rot makiert, darunter seht ihr einen Termitenhügel.

Bild von Reinhold Hambücker (vielen dank für die zur Verfügungstellung)

Beschreibung, Körpermaße und Häutung:

Der Königspython zählt zu den Riesenschlangen. Da Weibchen nur eine Durchschnittslänge von 130cm erreichen, ist er die kleinste Art der Pythongattung. Männchen bleiben in der Regel unter 120cm. Königspythons über 140cm sind sehr selten. Aber ist wird berichtet das es in Ghana eine Population gibt die zwischen 180cm und 200cm lang ist. Das wäre aber echt eine rießen Ausnahme und ich ziehe diese Aussage stark in Zweifel. Sein Körpergewicht liegt bei Männchen bei 1000g-1500g und bei Weibchen bei 1400-2000g. Der Körperbau ds Königspython ist sehr muskulös, der Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Der Schwanz ist kurz und plump und eignet sich deswegen auch nicht zum Klettern. An seinen Oberlippenschildern befinden sich jeweils auf jeder Seite vier Labialgruben und auf den Schnauzenschildern jeweils eine Grube. Mit diesen Gruben kann der Python regius selbst geringste Temperaturschwankungen in seiner Umgebung wahrnehmen und so in völliger Dunkelheit warmblütige Beutetiere erkennen. Der Kiefer des Königspython ist in bewegliche Spangen aufgelöst. Das heißt die linke und die rechte Kieferhälfte sind nicht miteinander verwachsen. Er kann sie einzeln bewegen und extrem dehnen. So schiebt er sich auch über seine Beute. Die gespaltene Zunge nimmt Duftstoffe auf, die im sogenannten Jacobsonche Organ, welches im Munddach sitzt verarbeitet werden. Was noch besonders ist und auf alle Schlangen zutrifft, sie sind gehörlos und können nur Bässe wahrnehmen. Das Wachstum und somit die Häutung hängt von der Ernährung ab. Junge Königspython häuten sich alle 6-8 Wochen und adulte nur noch einmal im Jahr. Aber sie wachsen ihr ganzes Leben weiter, dann aber nur noch wenige Millimeter oder Zentimeter. Schaut euch unten die Fotoslideshow und das Video an, da könnt ihr den Körperbau meines Python regius sehr gut sehen oder klickt unten auf das Bild,der Labialgruben, um dirket zum Fotoalbum zukommen.

 

Bild von Siggi Scholl (vielen Dank für die zur Verfügungstellung)

Die Einkerbungen vorne am Kopf sind dieLabialgruben.

 

 

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